Behandlungsschwerpunkt
Sehnenerkrankungen
Sehnen gleiten in engen Kanälen durch Hand und Handgelenk. Entzündet sich dieses Gleitlager, entstehen Schmerz, Schnappen oder eine Blockade. Häufig sind der schnellende Finger („Triggerfinger“) und die Sehnenscheidenentzündung am Daumen (Tendovaginitis de Quervain).
Typische Beschwerden
- Schnappen oder Hängenbleiben eines Fingers, besonders morgens
- Druckschmerzhafter Knoten in der Hohlhand
- Stechender Schmerz an der Daumenseite des Handgelenks beim Greifen und Heben
- Schwellung und Kraftverlust nach ungewohnter Belastung
Diagnostik in meiner Praxis
Klinische Untersuchung mit gezielten Tests (u. a. Finkelstein-Test), Tasten des Ringbandknotens und – wenn nötig – Ultraschall zur Darstellung von Sehne, Sehnenscheide und Flüssigkeit. Nach Verletzungen prüfe ich die aktive Funktion jeder einzelnen Sehne.
Nicht operative Behandlung
- Kurzzeitige Ruhigstellung mit Schiene und Belastungsanpassung
- Entzündungshemmende Therapie, Handtherapie, Gleittraining
- Gezielte Infiltration an die Sehnenscheide – oft rasch und dauerhaft wirksam
Operative Behandlung
- Ringbandspaltung beim schnellenden Finger – kurzer Eingriff, sofortige Beweglichkeit
- Spaltung des 1. Strecksehnenfachs bei de Quervain unter Schonung des Hautnervs
- Naht oder Rekonstruktion nach Sehnendurchtrennung mit nachfolgender Handtherapie
Nach der Behandlung
Nach Ringbandspaltung darf der Finger sofort bewegt werden, Alltagsbelastung nach etwa 2 Wochen. Nach Sehnennähten ist ein festes Nachbehandlungsschema mit Handtherapie über 8–12 Wochen entscheidend für das Ergebnis.
Der schnellende Finger im Bild
Die Beugesehnen laufen in einem straffen Kanal aus Ringbändern eng am Knochen entlang. Am Eingang dieses Kanals – dem ersten Ringband (A1) in Höhe des Fingergrundgelenks – ist es am engsten. Verdickt sich die Sehne dort knotig oder schwillt das Ringband entzündlich an, bleibt der Knoten beim Beugen hängen und springt erst unter vermehrter Kraft durch das Ringband: der Finger schnappt. Bleibt er stecken, lässt er sich nur noch passiv mit der anderen Hand strecken.


Jede Hand ist anders: Welcher Weg für Sie der richtige ist, klären wir gemeinsam in einer ausführlichen Untersuchung und Beratung.
Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine persönliche ärztliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose.
